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 Buch über positive Geburtserlebnisse

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bkunze
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BeitragThema: Buch über positive Geburtserlebnisse   So Jul 27, 2008 12:27 am

Tja, der Gedanke kursiert in meinem Kopf seit der Lektüre von Ina May Gaskins Selbstbestimmter Geburt.
Allerdings spielen sich alle dort gesammtelten Geburtsgeschichten in diesem einem Geburtshaus (the farm) in Amerika ab. Und ausserdem sind es teilweise auch schon "ältere" Geschichten.
Deshalb dachte ich daran, eine Buch über positive Geburtserlebnisse der jetzigen Zeit, im
Idealfall von verschiedenen kulturellen Kontexten/Kontinenten herauszugeben. Und neben Hausgeburten und Geburtshaus ggf. auch Wunschkaiserschnitt, ambulante Entbindung, Sturzgeburt etc. mit reinzunehmen. Einfach Geburten, von denen die Entbindene meint, dass sie gut bzw. schön waren. Dass ihre persönliche Geschichte anderen Frauen Mut machen kann, anstatt diese ollen Kamellen von wegen "oh, du bist schwanger?!, na weisst du die Cousine des Freundes meiner Schwester wollte ja auch ganz natürlich entbinden und hatte dann plötzlich einen Notfallkaiserschnitt, bei dem das Kind beinahe an der Nabelschnur erstickt wäre bladiblubb....". Ihr wisst sicher was ich meine....

Also dann mal ran an die Tasten. Wie gefällt Euch die Idee. Habt ihr Lust daran mitzuwirken??

bkunze(at)fh-ebers....

Bis hoffentlich bald,
B.
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Anni



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BeitragThema: Re: Buch über positive Geburtserlebnisse   Di Aug 19, 2008 1:31 pm

Schöne Idde, kriegst dann meine Geschichte.
Ist nur leider echt schwer zu finden, die meisten sagen ja doch, öh, war doof!
Wenn du die Sache ernst meinst würd ich aber ein paar Frauen mal fragen, ob sie ihre Geschichte aufschreiben wollen. Hast du Cordula schon mal deswegen angesprochen?
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Lici



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BeitragThema: Re: Buch über positive Geburtserlebnisse   Di Aug 19, 2008 3:43 pm

Hm, also ehrlich gesagt, halte ich von so einem "beschönigenden" Buch nicht unbedingt viel. Ganz einfach aus dem Grund, weil ich selbst überhaupt keine schöne Entbindung hatte, vorher aber auch von so einer "Traumgeburt" geträumt hatte. Die Enttäuschung war riesengroß und ist noch heute, über 2 Jahre später, nicht richtig überwunden. Bei mir ist nichts so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte, und ich weiß, ich bin da nicht die Einzige! Sicher habe ich mittlerweile auch einige Frauen getroffen, die solche Traumgeburten hatten, 3 Stunden Wehen und das Kind war da usw. Ich würde aber sagen, dass sowas nicht die Regel ist. Kurzum, ich denke, dass man mit solch einem Buch den werdenden Müttern falsche Hoffnungen macht. Eine Geburt ist immer ein Risiko und man sollte sich schon vorher drauf einstellen, dass es nicht so läuft, wie man es sich wünscht. Ich denke wenn man realistisch in eine Geburt reingeht und auch darauf eingestellt ist, dass nicht alles klappen könnte, kann man sich umso mehr freuen, wenn es doch gut läuft, und ist andererseits nicht all zu enttäuscht, wenn es dann halt doch ein Kaiserschnitt wird.
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bkunze
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BeitragThema: Sensibles Thema   Mi Aug 20, 2008 11:29 am

Halo Lici,

ja, ich bin mir darüber bewusst, dass es sich hierbei um ein sehr sensibles Thema für viele Frauen handelt. Alle wünschen sich eine "problemlose" schnelle Geburt. Und sind dann zutiefst enttäuscht oder von Schuldgefühlen geplagt, wenn es ganz anders kommt.

Allerdings war ich persönlich in meiner Schwangerschaft total genervt von den ganzen negativen Geschichten, die ich zu hören bekommen habe. Ich hatte das Gefühl, dass die negativen Geburtserlebnisse bei weitem die Positiven überwiegen. Ständig Erzählungen von Notfallkaiserschnitten, schrecklichen Schmerzen und Angst.

Das hat mir Angst gemacht.

Ich hatte mich mit Cordula über meine Buchidee unterhalten. Sie meinte es wäre wichtig, Stellung zu Beziehen (beispielsweise gegen Kaiserschnitt). Aber welches Gefühl vermittelt man dann einer Frau, die trotzdem einen hat? Ich bin mir diesbezüglich noch etwas unsicher. Aber eigentlich finde ich den Gedanken gut, dass es Geschichten seinen sollen, bei denen die Frau sagt: Ich bin zufrieden mit dem Geburtsablauf. Und das heisst noch lange nicht, dass es sich dabei um eine 3 Stunden und plopp-war-es-da-das-Kind Geburt handeln muss.

Ich hatte beispielsweise eine Hausgeburt und habe 32 Stunden in den Wehen gelegen. Da die Wehen nachts begannen hatte ich zwei schlaflose Nächte. Das war eine echte Herausforderung! Ich weiß, dass ich im Krankenhaus eine potentielle Kaiserschnittkandidatin geworden wäre. Nicht wegen dem ach so "bösen" Krankenhaus, sondern wegen mir selbst. Ich hatte einfach keine Lust mehr und hätte jeden sich mir unmittelbar präsentierenden Ausweg angenommen.

Trotz der Schmerzen, trotz der schrecklichen Müdigkeit, Übelkeit und Anstrengung finde ich rückblickend, dass es eine "schöne" Geburt war. Es entsprach inbesondere vom zeitlichen Rahmen und meiner psychologischen Verfassung absolut nicht dem, was ich mir vorgestellt hatte. Ich bin sehr ehrgeizig und will immer alles perfekt machen. Sieht die Geburt als ein Wettrennen, habe ich kläglich versagt. Sieht man es allerdings als eine Extremsituation, in der frau das Glück haben kann, sich selbst ein Stück näher zu kommen und eine sehr neue Erfahrung zu machen, war es grandios.

Und genau dazu soll das Buch Mut machen. Das Frauen zu sich und der von Ihnen gewählten Geburt stehen. Ich weiss, dass es auch Bücher zum Thema Kaiserschnitt gibt. Beispielsweise Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht, oder Narben an Bauch und Seele.
Ich weiss, dass viele Frauen sehr sehr unglücklich sind, diese Erfahrung unfreiwillig gemacht haben zu müssen. Aber das ist kein Grund, Angst weiterzugeben.

Ebenso wie ich bei meiner nächsten Hausgeburt vielleicht im Krankenhaus ende und mein Baby erst nachdem die Narkose nachlässt willkommen heissen kann, ist es möglich dass du bei deinem nächsten Kind ein positives Geburtserlebnis in einem Geburtshaus oder zu Hause hast. We never know....

Aber ich finde einfach, dass es genug Angstmache gibt und es förderlich ist, dem etwas entgegen zu setzten....
Kannst du das annehmen?

B.
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Anni



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BeitragThema: Re: Buch über positive Geburtserlebnisse   Mi Aug 20, 2008 7:39 pm

Ich denke auch, dass "negative" Geburtserfahrungen viel zu wenig reflektiert werden.
Es wäre natürlich unsensibel zu sagen: du bist schuld daran, dass die Geburt so und so war. das meine ich auch nicht. Viel mehr fände ich es interessant zu gucken, was man gelernt oder über sich erfahren hat. Ich habe mit einigen Frauen geredet, die danach bewusst geguckt haben, was da bei ihnen vorgegangen ist. Diese haben, wie Britta ja auch ihre teilweise echt problematischen Geburten am Ende als "gut" empfinden können.
Diesen extremen Prozess, bei dem frau an ihre Grenzen kommt (was man heute meist nicht mehr erleben darf) als Erfahrungsschatz zu nutzen, ist, finde ich, eine riesige Chance.
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tragzeit



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BeitragThema: Re: Buch über positive Geburtserlebnisse   Mo Sep 01, 2008 3:30 am

Ich denke, es ist immer eine Frage der Sichtweise.
Viele Frauen dramatisieren ihre Geburtsgeschichte.
Da wird aus einem Knoten in der Nabelschnur schnell ein Galgenstrick.

Geburten sind immer intensiv. Sie benötigen Kraft und Energie, und nicht selten eine Menge Ausdauer. Das macht sie aber nicht zu negativen Erlebnisssen.

Es kommt darauf an wie man sie betrachtet. Ich habe zwei völlig unterschiedliche Geburten bei meinen Kindern erleben dürfen. Beide waren schön, weil ich es so sehe.

Meine Geburtsberichte, die ich nur wenige Tage nach den jeweiligen Geburten geschrieben habe, zeigen wie unterschiedlich diese 2 Entbindungen waren.
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inge23



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BeitragThema: Re: Buch über positive Geburtserlebnisse   Di Sep 16, 2008 3:47 pm

wenn ich meinen geburtsbericht für dieses buch zur verfügung stellen würde...
kann ich den werdenden muttis nur anraten ganz entspannt, gelassen und ohne große überlegungen an die geburt heran zu gehen... alles andere macht für mich wenig sinn... was nützt es mir als gebärende, wenn ich mir angst mache oder machen lasse?
wichtig ist es, dass man sich selbst vertraut und auf seine instinkte hört und dass man weiß was da genau passiert und warum... wie kann ich darauf positiv oder beschleunigend wirken? meine geburt war insgesamt 7 stunden lang, davon war ich, bis das kind da war, ca 3 stunden im geburtshaus... die ersten wehen hab ich zu hause abgewartet und mich aber nicht aus der ruhe bringen lassen, ich hab mich sehr darau gefreut und mich auch nicht allzu sehr auf den schmerz konzentriert... dann kam die hebamme, dann gings ins geburtshaus ... vertrauen in sich selbst und in die menschen die dabei sind und schwub ist das kind da...

ich glaube, dass es gut wäre dieses buch objektiv genug zu gestalten... und immer im auge zu behalten, dass sie geburt das natürlichste der welt ist...

wenn du magst, dann bekommst du meinen geburtsbericht Smile

lg Like a Star @ heaven
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Lici



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BeitragThema: Re: Buch über positive Geburtserlebnisse   Di Sep 30, 2008 12:36 am

hm, also eigentlich hatte ich ja gar nicht vor, nochmal etwas zu diesem Thema zu posten, aber Aussagen wie "negative Geburtserfahrungen werden viel zu wenig reflektiert" und "Viele Frauen dramatisieren ihre Geburtsgeschichte" haben mich jetzt doch noch mal veranlasst, mich zu Wort zu melden. Es fällt mir schwer, mich da nicht persönlich angesprochen zu fühlen (obwohl das sicher nicht die Absicht war). Aber es hört sich für mich schwer nach "so schlimm kann es doch gar nicht gewesen sein" an...
Sicher ist es wichtig, negative Geburtserfahrungen zu reflektieren, das habe ich natürlich auch gemacht. Aber eine Reflektion führt nicht unbedingt dazu, dass ein negatives Erlebnis zu einem positiven wird. Bei mir war es sogar eher umgekehrt. Kurz nach der Geburt hatte ich das Gefühl, so schlimm war es gar nicht, erst später wurde mir bewusst, was und wie viel da alles verkehrt gelaufen ist. Ich will hier nicht meine ganze Geburtsgeschichte erzählen, ich will nur kurz sagen, das Schlimme waren nicht die Schmerzen, auch nicht unbedingt der Kaiserschnitt, sondern vor allem das alleingelassen werden von den Hebammen im Krankenhaus, und nach dem Kaiserschnitt das lange Warten (nach meinem Empfinden war es ca. 3/4 h) bis mir endlich mein Kind gebracht wurde. Bis heute weiß ich nicht, warum das so lange gedauert hat, und dabei wirbt das Krankenhaus mit dem "Bonding"!
Es gibt einfach Geburtserfahrungen die negativ sind und es bleiben, auch wenn man sie noch so sehr reflektiert. Ich denke, eine Reflektion kann nur helfen, zu verstehen und zu verarbeiten, und mit den negativen Erfahrungen leben zu lernen.
Das Fazit das ich aus meiner Geburt ziehe: dass eine gute Betreuung das A und O ist, vor allem bei der ersten Entbindung. Wie inge23 sagt: es ist wichtig, dass man weiß, was genau passiert und warum. Das war bei mir aufgrund der fehlenden Betreuung leider nicht der Fall. Bei einer zweiten Geburt würde ich daher auf keinen Fall mehr ins Krankenhaus gehen.
Um nochmal zu Thema zurück zu kommen: ich halte es nach wie vor für heikel, ein zu einseitiges Buch zu veröffentlichen. Negative Geburtserfahrungen müssen meiner Meinung nach nicht Panik machen, ich denke es kommt darauf an, wie man sie rüber bringt.
Vielen Dank aber für die Buchtipps, Britta! Werde mir wohl eines davon mal zulegen...
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Mahe



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BeitragThema: Re: Buch über positive Geburtserlebnisse   Mo Dez 08, 2008 10:13 pm

study interessantes Thema.

Ich hätte so ein Buch bestimmt nicht in die Hand genommen, denn ich wollte während der Schwangerschaft nur sachlich erfahren, was da auf mich zukommt. Mich hat Angstmacherei gestört, aber solchen Geschichten/Leuten bin ich garnicht viel begegnet. Häufiger kam mir zu Ohren, was die Entbindung doch für eine wunderbare Erfahrung sei, so toll, grade wegen der schlimmen Schmerzen, die seien sehr wichtig. Das mochte ich garnicht gerne hören...

Etwas so persönliches und individuelles wie Geburtserfahrungen sollte man weder in die eine, noch in die andere Richtung dramatisieren/idealisieren. Ich finde die Idee gut, eine Sammlung von ganz verschieden abgelaufenen Geburten anzulegen. Die Vielfalt der Möglichenkeiten, wie die Schwangerschaft zu Ende gehen könnte, kann bestimmt helfen, sich auf das Unvorstellbare vorzubereiten.
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